Eisenmangel erkennen und behandeln – Ursachen, Diagnostik und Therapie
Wissenswertes auf einen Blick
- Eisenmangel führt häufig zu Erschöpfung, weil es für die Blutbildung, den Sauerstofftransport, die Energiegewinnung, die Funktion der Schilddrüse und zahlreiche weitere Stoffwechsel- und hormonelle Prozesse unverzichtbar ist.
- Für eine korrekte Behandlung des Eisenmangels ist es wichtig zu wissen, dass und wie der Körper über das Hormon Hepcidin die Möglichkeit hat, die Eisenaufnahme zu verhindern, da Eisen in zu hohen Mengen toxisch wirken kann.
- Der wichtigste Blut-Marker für einen Eisenmangel, der Ferritinwert (Eisenspeicher), kann bei Entzündungen erhöht sein, weshalb für eine korrekte Diagnostik eines Eisenmangels immer auch der Entzündungsmarker CRP getestet werden muss.
- Die häufigsten Ursachen für einen Eisenmangel sind Blutverluste, eine verminderte Eisenaufnahme über die Verdauung oder eine zu geringe Zufuhr über die Ernährung.
- Eine erfolgreiche Behandlung setzt voraus, die Ursache des Eisenmangels zu kennen und gezielt zu behandeln.
Eisenmangel gehört zu den häufigsten Nährstoffmängeln weltweit und bleibt dennoch oft lange unentdeckt. Viele Betroffene leiden unter Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder Haarausfall, ohne zu wissen, dass ein Eisenmangel dahinterstecken könnte. Da sich die Beschwerden häufig schleichend entwickeln, werden sie nicht selten als Folge von Stress oder eines anstrengenden Alltags wahrgenommen.
Dabei ist der Eisenstoffwechsel deutlich komplexer, als es zunächst scheint. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Eisen über die Nahrung aufgenommen wird. Ebenso wichtig sind eine ausreichende Aufnahme über ein gut funktionierendes Verdauungssystem, der Transport zu den Körperzellen, gut gefüllte Eisenspeicher und eine funktionierende Regulation des Eisenstoffwechsels. Störungen an jeder dieser Stellen können neben Blutverlusten dazu führen, dass dem Körper nicht genügend Eisen zur Verfügung steht.
Die gute Nachricht ist: Eisenmangel lässt sich in den meisten Fällen gut behandeln. Voraussetzung ist jedoch eine sorgfältige Diagnostik und eine ursachenorientierte Therapie. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Eisen für den Körper so wichtig ist, wie ein Eisenmangel entsteht, weshalb Blutwerte manchmal täuschen können und worauf es bei einer erfolgreichen Behandlung ankommt.
Symptome bei Eisenmangel
Da Eisen an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist, kann sich ein Eisenmangel auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Mögliche Symptome eines Eisenmangels sind unter anderem:
Nicht jeder Mensch entwickelt dieselben Beschwerden und nicht jedes Symptom muss zwangsläufig durch einen Eisenmangel verursacht werden. Besteht der Verdacht auf einen Eisenmangel, insbesondere wenn mehrere dieser Beschwerden gleichzeitig auftreten oder Risikofaktoren vorliegen, sollte die Ursache ärztlich oder therapeutisch abgeklärt werden.
Warum Eisen für den Körper so wichtig ist
Eisen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist an einer Vielzahl von Prozessen im Körper beteiligt. Da Eisen so wichtig ist, verfügt der Körper über ausgeklügelte Mechanismen, um es zu transportieren, zu speichern und möglichst effizient wiederzuverwenden. Im Körper liegt es vor allem vor als:
- Funktionseisen (in Nutzung)
- Transporteisen (im Blut gebunden an Transferrin)
- Speichereisen (als Ferritin)
Der größte Teil des Eisens liegt als Funktionseisen vor und wird unmittelbar für wichtige Körperfunktionen genutzt. Es ist unter anderem Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und ermöglicht den Transport von Sauerstoff zu den Organen und Körperzellen. Darüber hinaus ist Eisen Bestandteil des Muskelproteins Myoglobin sowie zahlreicher Enzyme, die an der Energiegewinnung, dem Stoffwechsel und vielen weiteren biochemischen Reaktionen beteiligt sind. Bei Eisenmangel kann die essentielle Energiegewinnung in den Kraftwerken unserer Zellen direkt eingeschränkt sein. Auch kann die Schilddrüse bei Eisenmangel in ihrer Funktion beeinträchtigt und wichtige hormonelle Prozesse (z.B. Produktion von Progesteron) heruntergefahren werden.
Ein kleinerer Teil des Eisens wird als Speichereisen vor allem in der Leber und im Knochenmark eingelagert. Diese Eisenspeicher dienen dazu, den Körper auch dann ausreichend zu versorgen, wenn vorübergehend weniger Eisen aufgenommen wird oder der Bedarf steigt. Wenn die Eisenspeicher am unteren Referenzbereich oder darunter liegen kann das bedeuten, dass der Körper schon lebenswichtige Organe priorisieren muss (und deren Sauerstoffversorgung) und weniger wichtige Funktionen runterfährt (wie z.B. den Stoffwechsel, Regeneration, Kapazität für Leistungsfähigkeit). Es kann also sein, dass die Blutwerte noch in Ordnung sind, eine Erschöpfung aber schon zu spüren ist.
Eisen übernimmt unter anderem folgende Aufgaben:
- Bildung der roten Blutkörperchen
- Sauerstofftransport im Blut
- Sauerstoffspeicherung in der Muskulatur
- Energiegewinnung in den Mitochondrien
- Bestandteil zahlreicher Enzyme
- Unterstützung wichtiger Stoffwechselprozesse
- Funktion der Schilddrüse
- normale Entwicklung und Funktion des Gehirns
- Funktion des Immunsystems
- Aufbau und Erhalt der Eisenspeicher
Der Körper achtet sehr sorgfältig darauf, dass sich nur geringe Mengen freien Eisens im Blut befinden. Freies Eisen kann die Bildung freier Sauerstoffradikale fördern und dadurch oxidativen Stress verursachen. Deshalb wird Eisen im Körper überwiegend an Eiweiße gebunden transportiert oder gespeichert.
Gleichzeitig besitzt der Körper, anders als bei vielen anderen Nährstoffen, kaum Möglichkeiten, überschüssiges Eisen aktiv auszuscheiden. Genau deshalb sollte Eisen nicht dauerhaft oder auf Verdacht eingenommen werden. Vor Beginn einer Eisentherapie ist es sinnvoll, die Eisenversorgung durch eine geeignete Labordiagnostik überprüfen zu lassen.
Wie entsteht Eisenmangel?
Ein Eisenmangel entsteht nicht zwangsläufig dadurch, dass zu wenig Eisen gegessen wird. Häufig liegt die Ursache an einer gestörten Aufnahme, einem erhöhten Bedarf oder einem vermehrten Eisenverlust. In der Praxis spielen oft mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle. Um die Ursache eines Eisenmangels zu verstehen, helfen drei grundlegende Fragen:
1. Bekommt der Körper ausreichend Eisen?
Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage für eine gute Eisenversorgung. Dennoch reicht die zugeführte Eisenmenge allein nicht aus, um den Eisenstatus zu beurteilen. Entscheidend ist auch, in welcher Form Eisen aufgenommen wird und wie gut der Körper dieses verwerten kann.
Die Bioverfügbarkeit von Eisen liegt durchschnittlich nur bei etwa 10 bis 30 Prozent und hängt unter anderem vom Zustand des Verdauungssystems, der Zusammensetzung der Mahlzeit und individuellen Unterschieden im Eisenstoffwechsel ab.
Lebensmittel enthalten verschiedene Eisenformen:
- Häm-Eisen
- Ferritin-Eisen
- zweiwertige Eisenverbindungen
- dreiwertige Eisenverbindungen
Diese werden über unterschiedliche Transportmechanismen aufgenommen. Nicht jeder Mensch kann jede Eisenform gleich gut verwerten. Das gilt sowohl für eisenhaltige Lebensmittel als auch für Nahrungsergänzungsmittel. Deshalb kann es sinnvoll sein, verschiedene Eisenpräparate auszuprobieren, wenn eine Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt oder nicht gut vertragen wird.
Die Eisenaufnahme kann gefördert werden durch:
- Vitamin C
- Beta-Carotin (z. B. Karotten)
- fermentierte Lebensmittel (Milchsäure, Apfelessig, Zitronensaft)
- schwefelhaltige Verbindungen aus Zwiebeln, Lauch und Knoblauch
- Lactoferrin
Die Eisenaufnahme kann gehemmt werden durch:
- Kaffee
- schwarzen und grünen Tee
- Calcium (z. B. Milchprodukte oder Calciumpräparate)
- Polyphenole (z. B. Wein und Weintrauben)
- Oxalsäure (z. B. Spinat, Kakao, Rote Bete, Sellerie)
- Phytinsäure (z. B. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Müsli)
- andere Mineralstoffpräparate
- Phosphat (z. B. Cola, Schmelzkäse, Fast Food)
- Phospholipide (z. B. Eigelb und Soja)
2. Verliert der Körper zu viel Eisen?
Da der Körper überschüssiges Eisen kaum speichern kann und tägliche Eisenverluste nur begrenzt ausgleichen kann, können bereits kleine, aber regelmäßige Blutverluste langfristig zu einem Eisenmangel führen.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- starke oder lang anhaltende Regelblutungen
- regelmäßige Blut- oder Plasmaspenden
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- Hämorrhoiden
- die Einnahme von Blutverdünnern
- die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln (NSAR)
Auch Leistungssport kann den Eisenbedarf erhöhen. Neben dem Eisenverlust über den Schweiß spielen vermutlich Mikroblutungen im Darm sowie ein erhöhter Abbau roter Blutkörperchen durch intensive Belastungen eine Rolle.
3. Kann der Körper Eisen ausreichend aufnehmen?
Selbst eine eisenreiche Ernährung kann einen Eisenmangel nicht verhindern, wenn das Eisen nicht ausreichend aufgenommen wird. Eine intakte Magen- und Darmfunktion ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine gute Eisenversorgung.
Mögliche Ursachen einer gestörten Eisenaufnahme sind:
- Entzündungen der Magenschleimhaut
- eine verminderte Magensäureproduktion
- Zöliakie
- Leaky Gut
- Veränderungen des Darmmikrobioms
- chronisch entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Auch verschiedene Medikamente können die Eisenaufnahme oder den Eisenstoffwechsel beeinflussen. Dazu gehören unter anderem:
- Protonenpumpenhemmer (Magensäureblocker)
- Schmerzmittel (vor allem NSAR)
- Blutverdünner
- Antibiotika
- Abführmittel
- Cholesterinsenker
- Osteoporosemedikamente
Auch verschiedene Erkrankungen können die Entstehung eines Eisenmangels begünstigen. Dazu gehören unter anderem chronisch-entzündliche Erkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Essstörungen oder Formen der Mangelernährung.
Warum eine gute Diagnostik so wichtig ist
Letztlich entsteht ein Eisenmangel häufig nicht durch einen einzelnen Auslöser. Vielmehr kommen mehrere Faktoren zusammen, die sich gegenseitig verstärken. Deshalb lohnt es sich, bei einem Eisenmangel nicht nur den Laborwert zu betrachten, sondern gezielt nach den individuellen Ursachen zu suchen. Entscheidend ist immer die Kombination aus Beschwerden, Anamnese und Laborbefunden.
Zur Basisdiagnostik gehören mindestens:
- großes Blutbild
- Ferritin
- C-reaktives Protein (CRP)
Je nach Fragestellung können weitere Laborwerte (z.B. Transferrinsättigung, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Leberwerte, Zonulin) sinnvoll sein.
Ferritin zeigt die Eisenspeicher – aber nicht immer die tatsächliche Eisenversorgung
Ferritin ist das wichtigste Speichereiweiß für Eisen und gibt Auskunft darüber, wie gut die Eisenspeicher des Körpers gefüllt sind. Die Referenzbereiche unterscheiden sich jedoch von Labor zu Labor und sagen nicht zwangsläufig aus, ob die Eisenversorgung für den einzelnen Menschen ausreichend ist.
Aus meiner Praxiserfahrung bessern sich Beschwerden häufig erst dann deutlich, wenn die Eisenspeicher wieder gut aufgefüllt sind. Deshalb orientiere ich mich nicht ausschließlich an den Laborreferenzwerten, sondern berücksichtige immer auch die individuellen Beschwerden. Häufig strebe ich einen Ferritinwert von mindestens etwa 60 ng/ml an.
Entzündungen können einen Eisenmangel verschleiern
Die Interpretation des Ferritinwertes wird dadurch erschwert, dass Ferritin zu den sogenannten Akute-Phase-Proteinen gehört. Bei Entzündungen steigt der Ferritinwert häufig an – unabhängig davon, wie gut die Eisenspeicher tatsächlich gefüllt sind.
Gleichzeitig erhöht der Körper die Bildung des Hormons Hepcidin. Dieses sorgt dafür, dass Eisen in den Speichern zurückgehalten wird und dem Körper vorübergehend nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht. Hintergrund dieses Mechanismus ist vermutlich der Schutz vor Krankheitserregern und Tumorzellen, da auch sie Eisen für ihr Wachstum benötigen.
In dieser Situation kann trotz normaler oder sogar erhöhter Ferritinwerte ein funktioneller Eisenmangel bestehen. Das Eisen ist zwar vorhanden, steht den Körperzellen jedoch nicht ausreichend für die Blutbildung, den Sauerstofftransport oder die Energiegewinnung zur Verfügung.
Aus diesem Grund sollte der Ferritinwert immer gemeinsam mit dem CRP beurteilt werden. Erhöhte Entzündungswerte können einen Eisenmangel verschleiern und die Laborwerte verfälschen.
Auch die Leber spielt eine wichtige Rolle
Ein großer Teil der Eisenspeicher befindet sich in der Leber. Erkrankungen der Leber können deshalb ebenfalls Einfluss auf die Beurteilung des Eisenstoffwechsels haben. Leberzellschädigungen können gespeichertes Eisen freisetzen, während Leberentzündungen oder eine Fettleber häufig mit entzündlichen Prozessen und einer erhöhten Hepcidinbildung einhergehen. Auch deshalb sollte die Interpretation der Eisenwerte immer im Gesamtkontext erfolgen und gegebenenfalls durch die Beurteilung der Leberwerte ergänzt werden.
Wie wird Eisenmangel behandelt?
Eine erfolgreiche Behandlung beginnt nicht mit der Einnahme eines Eisenpräparates, sondern mit einer sorgfältigen Ursachenforschung. Ziel ist es, den Eisenmangel nicht nur kurzfristig auszugleichen, sondern die Eisenversorgung langfristig zu stabilisieren. Dazu gehören das Erkennen der Beschwerden, die Identifikation möglicher Risikofaktoren, eine gezielte Labordiagnostik sowie, wenn möglich, die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
Vor Beginn einer Therapie sollte zunächst geprüft werden, ob eine orale Eisentherapie sinnvoll ist oder ob Erkrankungen des Verdauungssystems die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Eine gesunde Magen- und Darmfunktion ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass zugeführtes Eisen überhaupt aufgenommen werden kann. Liegen beispielsweise Entzündungen der Darmschleimhaut, ein Leaky-Gut-Syndrom oder andere Verdauungsstörungen vor, kann es sinnvoll sein, diese gleichzeitig zu behandeln.
Die wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Behandlung
- sorgfältige Anamnese
- Erkennen möglicher Risikofaktoren
- Labordiagnostik
- Auswahl eines geeigneten Eisenpräparates
- Optimierung der Ernährung
- Verbesserung der Eisenaufnahme
- Behandlung möglicher Ursachen für einen erhöhten Eisenverlust oder eine gestörte Eisenaufnahme
- Kontrolluntersuchungen
Orale Eisentherapie
In den meisten Fällen kann ein Eisenmangel zunächst mit einem geeigneten Eisenpräparat behandelt werden. Dabei spielt nicht nur die Dosierung eine Rolle, sondern auch die Wahl des Präparates. Da verschiedene Eisenverbindungen unterschiedlich gut vertragen und aufgenommen werden, kann es sinnvoll sein, verschiedene Präparate auszuprobieren.
Für eine möglichst gute Aufnahme sollte Eisen möglichst auf nüchternen Magen eingenommen werden – idealerweise morgens mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück oder alternativ abends etwa zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit. Während der Einnahme sollten Kaffee, Tee, Calciumpräparate und andere Mineralstoffpräparate vermieden werden, da sie die Eisenaufnahme beeinträchtigen können.
Studien zeigen, dass eine tägliche hochdosierte Eiseneinnahme nicht immer die beste Strategie ist. Nach der Einnahme steigt der Hepcidinspiegel vorübergehend an und kann die Eisenaufnahme am Folgetag hemmen. Deshalb kann es bei höher dosierten Präparaten sinnvoll sein, Eisen nur jeden zweiten Tag einzunehmen. Welche Dosierung und welches Einnahmeschema geeignet sind, sollte jedoch individuell entschieden werden.
Ernährung und Begleitstoffe
Eine ausgewogene Ernährung kann die Behandlung sinnvoll unterstützen. Gleichzeitig sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen geachtet werden, die am Eisenstoffwechsel beteiligt sind. Dazu gehören insbesondere:
- Vitamin C
- Vitamin B6
- Vitamin B12
- Folsäure
- Kupfer
- Vitamin A
- Vitamin D
Diese sogenannten Cofaktoren können dazu beitragen, dass Eisen optimal aufgenommen und im Körper verwertet wird.
Wann sind Eiseninfusionen sinnvoll?
Nicht jeder Eisenmangel lässt sich ausreichend mit Tabletten oder Kapseln behandeln. Liegt schon eine Anämie vor, können Eisenpräparate aufgrund von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts nicht ausreichend aufgenommen werden oder werden sie nicht vertragen, kann eine intravenöse Eisengabe sinnvoll sein. Eiseninfusionen erfolgen ausschließlich durch einen Arzt / eine Ärztin.
Behandlung immer begleiten lassen
Da der Körper überschüssiges Eisen kaum aktiv ausscheiden kann, sollte eine Eisentherapie regelmäßig kontrolliert werden. Kontrolluntersuchungen zeigen, ob die Eisenspeicher ausreichend aufgefüllt werden oder ob die Behandlung angepasst werden muss.
Treten unter der Therapie Nebenwirkungen auf oder bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Dosierung oder der Laborwerte, sollte die weitere Behandlung gemeinsam mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer entsprechend qualifizierten Therapeutin beziehungsweise einem Therapeuten erfolgen.